1984  -   2004

 

UNSERE JUBILÄUMSFEIER    

             

Wie viele Gäste sind wohl um 16 Uhr im Kleinen Saal im Bürgerhaus Emmering ?

 

Ich glaube die Idee hatte Lorenz – und so konnten die Eingeladenen ihren Tipp abgeben. Zuerst kam die Sache nicht so recht in die Gänge, keine Zusagen, keine Tipps. Aber dann eine Woche vor unserem Jubiläum prasselten die emails und Telefonanrufe auf uns nieder. Lorenz legte eine Liste an und von 10 Gästen  bis zu 63 war querbeet alles getippt worden. Am besten ist ja Ollis Toptipp mit 63. Wir erinnern uns noch an den Abend der Spielausschuss-Sitzung für die Rückrunde. „Keine zwanzig werden kommen“, meinte er, leicht angenervt.  Tja, drauf Gregor „es sollte sich halt einer drum annehmen“ ..........  Schweigen in der Runde. Da nahm ich mir ein Herz und sagte, „sei’s drum“ oder so ähnlich  „ich mach’s“. Ich lade Leute ein, die wir schon lange nicht mehr in unserem Federballerkreis gesehen haben.  Die Lawine kam ins Rollen, das Detektivgespann Helga und Olli und Birgit kamen so richtig in Fahrt und Adressen von längst Verschollenen wurden erspürt.

 

Dann der Sonntag 19. Dezember 2004 im Kleinen Saal – 15 Uhr - . Wir von der Veranstaltungsseite, Gregor und Petra, unter anderem das Kamerateam, Olli, der Festredner, Helga mit Fahne (... natürlich die Stofffahne über der Saaltüre), Lorenz oder besser DJ Lönzi, vorläufig noch mit Camel-Sakko, später mit Olympia-1984-Sweatshirt (haben wir ausgegraben ) und ich mit neuem schwarzen Kleid (extra für euch gekauft) – also wir standen so rum und mussten schon mal die Getränke antesten und dann kam der erste „richtige“ Gast ............ Tanja. Da muss uns erst mal unser quasi Neuzugang zeigen, was Pünktlichkeit ist. Petrus hatte uns mit seinem Wintereinbruch ja wirklich etwas nervös gemacht, wunderschöner Schnee, tolle Landschaft und  ...... lange Anfahrten ...... wo bleiben die Gäste. So mancher Pappi musste bestimmt noch mit seinen Kleinen eine Schneeballschlacht absolvieren oder sich so richtig einseifen lassen, oder das Auto frei schaufeln, oder, oder ......

 

Und sie kamen: einzeln, in Paaren und in Grüppchen, Kleingruppen bis zu fünf Mann hoch (wer wohl?).

Sektempfang und ein Hallo, nein, das gibt’s doch nicht, wer da nicht alles hereingeschneit kam, Frankyboy und seine Gang, der Herbie und Tochter Manu (ich habe sie erst für seine Freundin gehalten), die Traudl, immer noch aktiv bei Turnieren, aber für die Konkurrenz, Chris und Kent, Andreas und Rainer, die wackeren Recken,  good old Englishman Graham und new Englishman John,   Rene, unser Excoach und schon seit Jahren in Murnau weiter am Coachen. Und eigentlich überhaupt nicht verändert – „doch - fetzigere Frisur“ – die Gisi. Ja und Nada, jetzt auch Heilpraktikerin. Seit ein paar Jahren nicht mehr gesehen, jetzt wieder da – Gründungsvater Josef K. Die „Starnberger“ Sarah mit Freund Sebastian Z. und „unserem“ Sebastian B. mit seinen leckeren selbstgemachten Plätzchen. Sogar Jörgl, immer auf Reisen und sonst auf keinem Fest anzutreffen, hat sich eingefunden. Heike Nr. 1 und Emanuele mit seinen hübschen drei Mädels. Maria und Alois hätten ja fast geschwänzt. „Des geht fei net“. Die Gilchinger Phalanx, Dorothea und diesmal nur zwei von drei Jungs, nein Drei von Vieren. Kurz vor 16 Uhr noch schnell Christine und Sebastian. Raus aus der Toilette und rein .... ! Dann ging nichts mehr.

 

 

 

In der Saaltüre baute sich unser Wachmann auf: Peter K. im schwarzen Outfit mit Vaters bestem schwarzen Sakko, Sonnenbrille und martialisch gegeltem Haar, die Arme verschränkt. Keiner kommt jetzt mehr herein und auch nicht mehr heraus, auch nicht zum Pipi ..... Volkszählung. Olli zählte zweimal und wir waren und blieben 43 Gäste. Perfekt getippt hat Maria und zwei Preise wechselten den Besitzer oder die Besitzerin. Die Reise in die Südsee – oder waren es doch „nur“ Kinogutscheine?

 

Und weitere Gäste füllten den Saal, das Heinemann-Quartett, die frisch Vermählten Mathias und Heike mit Baby - „Modelstar“-. Aber dazu kommen wir später.

 

Lisa und Martin R., Stefan K., Kathrin und „unser“ Damenwart Peter bekamen erst mal gar keinen Sitzplatz mehr. Der Saal platzte langsam aus allen Nähten. Es war so toll – unsere Traumgrenze von fünfzig Gästen war ja schon überschritten.

 

Und dann kam doch noch der Alptraum einer jeden Organisation! Die Sch.....technik hat uns einen Streich gespielt. Der Beamer gab nach einem kurzen Probelauf seinen Geist und wir die Hoffnung auf die Fotos auf. Ein vierzehnter Nothelfer oder besser Nothelferin organisierte kurzerhand Ersatz und so konnte die Fotoschau beginnen. Olli gestaltete kurzweilig und informativ von den Gründerjahren bis in die Neuzeit aus Spielberichten, Leckerbissen aus der Presse und einer Auswahl von Fotos unserer Noch-, Ex- und vielleicht auch nach diesem Fest Wieder-Mitglieder.  Immer wieder ein Reißer natürlich, die Kinderfotos.

 

Und dann das lecker Essen. Gut, mächtige Portionen und liebevoll dekoriert – aber ich brachte keinen Bissen runter. Kompliment an den Wirt und seine Mannschaft! Die achtzigköpfige Theatergruppe aus der anderen Veranstaltung im Großen Saal wollte unangemeldet jetzt doch was essen. Und da wurden sämtliche Kräfte der Restauration mobilisiert und wir mussten leider auf die vom Verein spendierte Nachspeise warten.  Diese zeitliche Lücke nützten wir dann mit der Kinder-Modenschau. Eine Idee von mir, die ich aus Verzweiflung an einem grauen Dezembermorgen ausgebrütet habe. Verzweiflung, da mir Schauspieler, denen ich einen Sketch aufs Auge drücken wollte, aus Termingründen einen Korb geben mussten. Auch ein weiterer Gag wurde dem Mangel an Vorbereitungszeit geopfert.

 

 

Kindermodenschau - eine Standup-Aktion.  Sogar der Moderator Olli wusste bis kurz vorher nichts davon. Alle Kinder in den Vorraum, ein paar wollten ja anfangs nicht so recht, aber letztlich waren sie dann ganz heiß, ins Rampenlicht zu treten. Und dann legte DJ Lönzi mit „Born to be alive“ los und herein marschiert kam ..... Baby-Ronja – im bodenlangen türkisen Abendkleid Modell „Martina Navratilova“ -unser Einstiegshemd aus der Gründerzeit. Und so präsentierte Olli mit flüssiger Rede (ohne Nachölung durch Weissbier?) Hemdengeneration um Hemdengeneration. Die Kinder wurden immer größer und so liefen im aparten Zitronengelb Vera und Brüderchen Marcel und die Heinemännchen Luisa und Niklas über den Laufsteg. Im darauf folgenden Weiß – wie die Gelben mit Design von unserer Elvira – ihr Sohn Serin, der leider in seinem flockigen Reggaeschritt von Olli gleich zur Präsentation abgefangen wurde. Vielleicht hätte Serin uns noch mit einem Breakdance erfreut.  Dann stapften die Iwan-Mayr-Boys Johannes und Florian (immer noch begeisterte Handballer) im lila T-Shirt herein. Die Abteilung war damals soooo arm, dass es für das lila Hemd nicht mal einen Aufdruck litt. Die grünen Hemden dann wurden elegant von den Frustaci-Töchtern Marina und Ramona präsentiert, nur an den Hemden ließ Olli keinen guten Faden. „Die hab ich gehasst!“ Und jetzt drehte DJ Lönzi so richtig auf. WE ARE THE CHAMPIONS und rein kamen nach Größe sortiert Jonas, Fabian und Domenic. Mit den Grünen aufgestiegen in die BAYERNLIGA und ab 1999 in der bezaubernden weißen Kreation ungebändigt gespielt bis die Farbe Rot die „geliebten“ Weißen vor einer Saison ablöste. Diese wurden wiederum von den Mädels Ramona und Marina gezeigt. Dann alle Darsteller nochmals auf die Bühne unter dem tosenden Applaus der Erwachsenen. Leider hatten zuvor die meisten Models ihre Hemden gleich wieder herunter gerissen. Ist halt nix für einen echten Kerl!

 

Für die nächsten Jahre wird’s vielleicht was mit den „stornierten“ Aufführungen und auch ein Remake vom „echten Aloisius“ (Erstaufführung im Alten Wirt 1995) ist „angedacht“. Das wäre doch auch Grund für euch, wieder so zahlreich unserer Einladung zu folgen. Ich muss noch den Aloisius überreden, aber mit eurer Hilfe wird es hoffentlich gelingen. Helga, ich zähl auf dich! Was schwärme ich schon vom nächsten Fest. Lorenz muss mich immer ein bisschen einbremsen. Dabei hat er so tolle Ideen, wie auch das „Gesichterrätsel“: Kurzerhand in die Tat umgesetzt - die Zeit wurde ja schon knapp - und mit den Einladungen verschickt. Es ist schauerlich, was man mit Technik zaubern kann, sogar neue Mitglieder. Bloß Beitrag zahlen die nicht.  Via Beamer folgte dann als allerletzter Programmteil die Auflösung und vier schlaue Köpfe haben richtig gelöst (Kathi, Rüdiger, John und Dorothea) und einen Kinogutschein gewonnen (die Südseereise hat ja Maria ergattert). Hoffentlich mussten die Köpfe bei den Köpfen so richtig rauchen.

 

Vielleicht kommen das nächste Mal auch unser „Damenwart ehrenhalber“ Wilfried aus dem fernen Mainz und Wieder-Stewardess Birgit aus Memmingen. Beide lassen euch alle herzlich drücken, wobei Wilfried wohl eher nur die Damen gemeint hat. Zum Thema Damenwart und Ehrung der Vorstandschaft gäbe es noch einiges zu sagen. Ist ja ebenfalls ausgefallen .... wird aber beim nächsten passenden Anlass sicherlich nachgeholt. Mehr sog i net.

 

Nicht ärgern, habt euch lieb und macht es nicht wie die lieben Kleinen.

„Unsere“ Kinder und ebenfalls frei im Treppenhaus laufende „Fremdlinge“

gaben ihrer vorweihnachtlichen Stimmung mit dem Effenberg-Finger freien Lauf.

 

Jetzt habe ich die Kurve für meine weihnachtlichen Grüße an alle, die das hier lesen, doch noch gekriegt. Na ja! Und noch ein Spruch von Guy de Maupassant

 

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen